Leticia Kolumbien - SKHS - Strassenkinderhilfe / Guatemal Kinderhilfe

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Landschaft und Kultur
Leticia ist eine Stadt mit ca. 37.000 Einwohnern im äussersten Süden Kolumbiens. Leticia, die Hauptstadt des Departaments Amazonas,
ist über das kolumbianische Strassennetz von Bogotá aus, wegen des ca. 500 km breiten Regenwaldes, nicht erreichbar. Die Stadt liegt am linken Ufer des Amazonas und ist ein wichtiger Hafen und Umschlagplatz. Auf derselben Flussseite liegt Tabatinga, das zu Brasilien gehört. Die beiden Städte sind heute praktisch zusammengewachsen und zwischen Leticia und Tabatinga gibt es keine Grenzkontrolle. Man nennt diese Gegend um Leticia "Tres Fronteras" oder auf deutsch Dreiländereck, da das Gebiet zwischen Kolumbien, Brasilien und Peru liegt.
Die Einwohner Leticias sind grösstenteils Indiostämmig (Yaguas, Huitotos, Tucanos,...). Die Kultur wurde stark vermischt, durch den Einfluss der Zuwanderer aus Departamenten des Landesinneren Kolumbiens sowie aus Brasilien. Die Zuwanderung nimmt immer grössere Dimensionen an.

Leticia Columbien

Rio Amazonas

Amazonas Luftaufnahme

Stadt Leticia

Einnahmequellen
In Leticia herrscht grosse Armut. Die größten Einnahmequellen Leticias sind der Fischfang, die Holzfällerei und Tourismus. In Kolumbien ist Leticia aber vor allem wegen den sogenannten "Goldenen Zeiten" bekannt. Mit den "Goldenen Zeiten" ist die Epoche gemeint, in der das Drogengeschäft in dieser Gegend florierte und von sich reden machte. Noch heute verspührt man den Einfluss dieser Zeit. Das "weisse Gold" (Kokain), lockt immer noch viele Menschen an, die sich schnellen Reichtum und Ansehen daraus erhoffen. Dadurch sind immer noch viele Menschen in illegale Geschäfte verwickelt und es herrscht eine grosse Kriminalität.


Kinderkriminalität
Das soziale Verhalten der Bevölkerung Kolumbiens ist von Armut, Drogen, Prostitution und Kriminalität geprägt.
Für Kinder und Jugendliche werden von Gerichten mildere Urteile angewendet. Das führt dazu, dass diese von Drogendealern und Kriminellen ausgebeutet und zu kriminellen Handlungen gezwungen werden. Zum Beispiel werden junge, minderjährige Frauen als Mula (Lasttiere) missbraucht, sie verschlucken Beutel gefüllt mit Drogen und bringen diese so in ihrem Magen versteckt über die Grenzen. Oft werden auch Kinder mit 14 Jahren oder gar jünger als Auftragskiller eingesetzt, die dann Schuldner, die ihre Rechnungen nicht begleichen,
am hellichten Tage auf offener Strasse erschiessen. Auch Prostitution gehört zum Alltag. Besonders trifft man in Kolumbien auf die sogenannten Prepago. Das sind Schüler- und Studentinnen, die sich durch Prostitution ihr Schulgeld oder Universitätsstudium finanzieren. Meistens sind sie in ihren Schuluniformen gekleidet in Pärken oder sonstigen öffentlichen Einrichtungen anzutreffen, wo sie Kunden werben und sich verkaufen.

Die Armut, Kriminalität und Drogen haben einen negativen Einfluss auf die Familien und auf das Soziale verhalten der Kinder und Jugendlichen.

 
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